Meldung vom 14. Mai 2002
„LAbyrinth“: Randall Sullivans Buch stützt sich auf Ex-Ermittler Russell Poole
Im Frühjahr 2002 erschien „LAbyrinth“ von Randall Sullivan. Das Buch folgt der These von Ex-Detektiv Russell Poole, Suge Knight stecke hinter beiden Morden.
Ein neues Buch erhebt schwere Vorwürfe gegen die Polizei von Los Angeles. In LAbyrinth folgt der Journalist Randall Sullivan dem früheren LAPD-Detektiv Russell Poole, der den Dienst wegen der Ermittlungen im Fall Biggie quittiert und die Behörde verklagt hatte. Salon besprach das rund 300 Seiten starke Buch am 14. Mai 2002. Es ging aus einem Artikel hervor, den Sullivan im Juni 2001 im Rolling Stone veröffentlicht hatte.
Pooles These
Nach Pooles Darstellung steckte Suge Knight hinter den Morden an Tupac und an Biggie. Tupac habe Death Row verlassen wollen. Der Mord an Biggie sei über den LAPD-Beamten David Mack eingefädelt worden, der wegen eines Banküberfalls in Haft saß. Die Polizeiführung um Chef Bernard Parks habe Beamte mit Verbindungen zu Death Row gedeckt, um einen Skandal zu vermeiden. Es sind Behauptungen eines einzelnen Ermittlers, keine Gerichtsfeststellungen.
Harte Kritik
Rezensent Eric Boehlert hielt das Buch für einseitig. Poole habe fast überall das erste und letzte Wort, unabhängige Bestätigungen fehlten. Ein früherer Kollege nannte Pooles Theorie einen „joke“. Den Hauptgrund, warum beide Fälle ungelöst blieben, übergehe das Buch: Zeugen, die nicht reden wollten.