Meldung vom 16. Oktober 2000
Ex-Detektiv Russell Poole: Polizeiführung bremste die Ermittlungen im Fall Biggie
Im Oktober 2000 warf der frühere LAPD-Ermittler Russell Poole seinen Vorgesetzten vor, Spuren zu Polizisten im Fall Biggie blockiert zu haben.
Ein früherer Mordermittler der Polizei von Los Angeles erhebt schwere Vorwürfe gegen seine Vorgesetzten. Wie das Magazin Salon am 16. Oktober 2000 berichtete, wirft Russell Poole der Führung des LAPD vor, seine Ermittlungen zum Tod von The Notorious B.I.G. gestoppt zu haben, als sie zu einem Polizisten führten.
Über 250 Spuren
Poole hatte den Fall im April 1997 mit seinem Partner Fred Miller übernommen und nach eigenen Angaben mehr als 250 Hinweisen verfolgt. Er gehörte auch zu den ersten Mitgliedern der Ermittlungsgruppe zum späteren Rampart-Skandal. Nach seiner Darstellung untersagten ihm Vorgesetzte, den Ex-Polizisten David Mack zu überprüfen. Polizeichef Bernard Parks habe zudem einen Bericht über korrupte Beamte ein Jahr vor dem Skandal zurückgehalten. Parks bestritt das. Poole hatte den Dienst 1999 quittiert und die Stadt verklagt.
Die Verbindung zu Tupac
Viele aus Biggies Umfeld glaubten laut Salon, der Mord sei Vergeltung für die tödlichen Schüsse auf Tupac in Las Vegas gewesen, angeordnet von Suge Knight. In Macks Haus hatten Ermittler einen „Schrein“ für Tupac gefunden. Knights Anwalt bestritt, dass sein Mandant Mack kannte. Bewiesen wurde keiner dieser Vorwürfe.
The Notorious B.I.G. (Christopher Wallace)Suge KnightSean „Puffy“ Combs und Bad Boy Records