Meldung vom 9. März 1997
The Notorious B.I.G. in Los Angeles erschossen, sechs Monate nach Tupac
Wieder ein Rapper, wieder Schüsse aus einem fahrenden Auto: Am 9. März 1997 starb Christopher Wallace. Die Presse zog sofort den Vergleich zu Las Vegas.
Gegen 0:30 Uhr am 9. März 1997 verließ The Notorious B.I.G. eine Party im Petersen Automotive Museum am Wilshire Boulevard in Los Angeles. Die Feuerwehr hatte das überfüllte Fest beendet, Hunderte Gäste strömten auf die Straße. Ein Wagen fuhr an die Beifahrerseite seines GMC Suburban heran, aus ihm wurde geschossen. Christopher Wallace, 24 Jahre alt, starb wenig später im Cedars-Sinai Medical Center. Die Sängerin Faith Evans, von der er getrennt lebte, und seine Mutter identifizierten ihn.
Das Muster von Las Vegas
Die Las Vegas Sun schrieb am Tag darauf, der Mord gleiche dem an Tupac: Beide wurden nach einem großen Ereignis im Beifahrersitz eines Wagens von Schüssen aus einem anderen Auto getroffen. Die Los Angeles Times sprach vom zweiten dreisten Anschlag auf einen Star des Gangsta-Raps binnen sechs Monaten.
Auf dem Wagen klebten Aufkleber mit dem Erscheinungstermin seines nächsten Albums, Life After Death, am 25. März. Ob es eine Verbindung zum Tod Tupacs gab, beschäftigte Polizei und Öffentlichkeit in den folgenden Wochen; Belege dafür fanden die Ermittler in Las Vegas nach eigenen Worten nicht. Die Feindschaft der beiden schildert Ost gegen West.