Meldung vom 20. Januar 1997
„Keine direkten Beweise, kein Zeuge“: Ermittlungen in Las Vegas stocken
Vier Monate nach den Schüssen glaubte die Polizei in Las Vegas zu wissen, wer geschossen hatte. Beweisen konnte sie nichts, ihre letzte Hoffnung war tot.
Die Polizei in Las Vegas glaubte Mitte Januar 1997 zu wissen, wer auf Tupac geschossen hatte. Doch ohne Zeugen kam sie nicht weiter. „Wir haben keine direkten Beweise und keinen Zeugen“, sagte Sergeant Kevin Manning der Las Vegas Sun am 20. Januar. So bleibe es, bis jemand bereit sei, auszusagen.
Die Waffe allein würde nicht reichen
Man wisse, welcher Waffentyp benutzt worden sei, sagte Manning, ohne Einzelheiten zu nennen. Selbst wenn die Pistole auftauche, lasse sie sich nach so langer Zeit kaum noch einem Schützen zuordnen, auch nicht über Fingerabdrücke.
Als letzte große Hoffnung bezeichnete er Yafeu Fula. Das Mitglied der Outlawz hatte im Wagen hinter Tupac gesessen und als Einziger erklärt, den Schützen womöglich erkennen zu können. Kurz vor seinem Tod im November hätten die Ermittler eine Gegenüberstellung mit Fotos vorbereitet. Einen Zusammenhang zwischen dem Mord an Fula und dem Fall Tupac sah die Polizei nicht. Mehr zum Verlauf: Die Ermittlungen.