Meldung vom 22. Oktober 1996
Verpasste Drogentests: Suge Knight muss in Haft
Gürtel, Krawatte, Kreditkarten an den Anwalt, dann ab in die Zelle: Am 22. Oktober 1996 schickte ein Richter in Los Angeles Death-Row-Chef Suge Knight in Haft.
Sechs Wochen nach den Schüssen in Las Vegas verlor Suge Knight seine Freiheit. Am 18. Oktober 1996 hatte Richter John Ouderkirk in Los Angeles Haftbefehl erlassen: Der Chef von Death Row Records sei zu Drogentests nicht erschienen und habe das Land womöglich ohne Erlaubnis verlassen. Knight stand unter Bewährung: 1995 hatte er im Verfahren um einen Angriff auf zwei angehende Rapper in einem Tonstudio in Hollywood (1992) die Vorwürfe nicht bestritten.
„Er mag es nicht, Regeln zu befolgen“
Am 22. Oktober erschien Knight vor Gericht. Ouderkirk zählte die versäumten Termine auf und erinnerte an den Angriff von 1992, bei dem Knight einem der Rapper mit vorgehaltener Waffe gesagt haben soll, man tue, was er sage. Knight möge solche Regeln aufstellen, befolgen möge er sie nicht, sagte der Richter, und ordnete Haft bis zu einer Kautionsanhörung an.
Knight stand auf, gab Kreditkarten, Bargeld, Gürtel und Krawatte seinem Anwalt David Kenner und ging in die Arrestzelle. Es war der Beginn einer langen Haft: Im November rückte ein Überwachungsvideo aus dem MGM Grand in den Mittelpunkt des Verfahrens.