Meldung vom 22. Januar 1996
Eine Stunde in Gewahrsam: Tupac verstößt gegen seine Bewährungsauflagen
15 Tage Straßendienst hatte Tupac nicht angetreten: Am 22. Januar 1996 ließ ein Richter ihn festnehmen. Nach einer Stunde war er gegen Kaution frei.
Drei Monate nach seiner Entlassung aus der Haft in New York stand Tupac Shakur am 22. Januar 1996 wieder vor einem Richter. Gregory Alarcon vom Stadtgericht in Los Angeles ließ ihn in Gewahrsam nehmen, weil er seine Bewährungsauflagen nicht erfüllt hatte: Bis zu diesem Montag hätte er 15 Tage bei einem Arbeitstrupp der kalifornischen Verkehrsbehörde Caltrans ableisten müssen. Angefangen hatte er damit nicht.
Kaution von 52.000 Dollar
Die Bewährung stammte aus zwei Verurteilungen in Los Angeles, wegen einer verdeckt getragenen Waffe (1993) und wegen Körperverletzung (1994). Nach einer Stunde war Tupac gegen 52.000 Dollar Kaution wieder frei. Seine Anwältin Shawn Chapman kündigte an, er werde die Arbeit sofort aufnehmen.
Ausgestanden war die Sache damit nicht. Für den 14. Februar setzte das Gericht eine Anhörung an, ob er die Bewährung auch durch eine Festnahme mit Pistole in Hollywood im April 1994 und eine Verurteilung in Michigan verletzt habe. Im Oktober 1995 hatte Death Row Records 1,4 Millionen Dollar hinterlegt, um ihn aus der Haft zu holen. Die Vorgeschichte erzählt die Seite Weitere Verfahren 1991 bis 1996.