1996-02388 Wörter · 2 Min.
Vorschau 1996: Tupac kündigt All Eyez on Me an
Über zwei Stunden Musik und 1,4 Millionen Dollar Kaution: Wie Music Wire im Februar 1996 Tupacs Death-Row-Debüt „All Eyez on Me“ ankündigte.
Original: „2PAC to Release All Eyez On Me“ · Music Boulevard (Music Wire) · Peter Hagopian · Februar 1996
Über zwei Stunden Musik zum Einstand
Wenige Tage vor der Veröffentlichung kündigte das Online-Musikmagazin Music Boulevard Tupacs Rückkehr an. Peter Hagopian meldete auf Music Wire für Dienstag, den 13. Februar 1996, das neue Doppelalbum All Eyez on Me, und staunte über die Spieldauer von mehr als zwei Stunden Musik. Es war Tupacs erstes Album seit der Entlassung aus dem Gefängnis und sein Einstand bei Death Row, daher auch die vielen prominenten Gäste.
Hervorgehoben wurden die großen Vorboten: der Hit California Love mit Dr. Dre und Roger Troutman („ja, der Typ von I Wanna Be Your Man“) sowie das Duett 2 of Amerikaz Most Wanted mit Snoop Doggy Dogg. Zum Schluss der Meldung stand der Hinweis auf einen Auftritt in Saturday Night Live am 17. Februar.
Rekordstart mit 27 Stücken auf Platz 1
Die Eckdaten des Berichts trafen zu: All Eyez on Me erschien am 13. Februar 1996 bei Death Row und Interscope als eines der ersten Rap-Doppelalben überhaupt, mit 27 Stücken. Es stieg mit rund 566.000 verkauften Exemplaren in der ersten Woche auf Platz 1 der Billboard 200 ein. Auch California Love erreichte Platz 1 der Billboard Hot 100. Bis heute ist es Tupacs meistverkauftes Album; 2014 wurde es in den USA mit Diamant ausgezeichnet.
Kaution statt Bewährung: Zwei Alben für die Freiheit
In einem Punkt war die Vorschau ungenau: Tupac war nicht auf Bewährung („parole“) frei. Er hatte im Oktober 1995 die Clinton Correctional Facility verlassen, weil Suge Knight und Interscope eine Kaution von 1,4 Millionen Dollar stellten, bis zur Entscheidung über seine Berufung im Missbrauchsverfahren. Das Album war Teil des Deals: Tupac schuldete Death Row drei Alben, mit dem Doppelalbum waren zwei davon erfüllt.
Live bei Tom Arnold, und sieben Monate bis zum Ende
Den Auftritt bei Saturday Night Live gab es tatsächlich. Am 17. Februar 1996, mit Tom Arnold als Gastgeber, spielte Tupac mit Roger Troutman und Danny Boy California Love und I Ain’t Mad at Cha.
Die Los Angeles Times nannte das Album in ihrer Kritik „bitter, reuelos, brillant“. Viele Fans halten es bis heute für Tupacs Hauptwerk. Sieben Monate nach der Veröffentlichung war er tot.
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