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26.08.1997320 Wörter · 1 Min.

Beast Video kündigt inoffizielle Tupac-Doku an

Im August 1997 kündigt Beast Video eine nicht autorisierte Tupac-Doku an. Es war nur ein Vorgeschmack auf einen Markt, der nach seinem Tod rasant wuchs.

Original: „Interview CDs, Videos Due Out On Nirvana, Tupac, Others“ · MTV News · ohne Autorenangabe · 26. August 1997

Wer nach Tupacs Tod Archivmaterial besaß, konnte es zu Geld machen, auch ohne Erlaubnis der Familie. Am 26. August berichtete MTV über zwei kleine Firmen, die im Herbst Fan-Produkte auf den Markt bringen wollten. Tupac spielt in der Branchenmeldung nur eine Nebenrolle, doch sie zeigt beispielhaft, wie schnell der unautorisierte Handel wuchs.

Neue Interview-CDs bei Son of Beserkley

Der erste Teil der MTV-Meldung dreht sich um das wiederbelebte Label Son of Beserkley von Matthew Kaufman. Er kündigte Interview-CDs an: ein Drei-CD-Set mit den Smashing Pumpkins, das kurz vor dem Rauswurf von Schlagzeuger Jimmy Chamberlin entstand, sowie eines der letzten Interviews von Nirvana in voller Besetzung, wenige Monate vor Kurt Cobains Tod. Frühere Ausgaben enthielten Gespräche mit Jerry Garcia, Jim Morrison und Oasis.

Beast Video plant Dokus über Tupac und Biggie

Für Tupac-Fans wird der zweite Teil interessant. Die neue Firma Beast Video kündigte für Anfang September zwei nicht autorisierte Dokumentationen an: Tupac: Words Never Die und Notorious B.I.G.: Bigga Than Life. Dafür kaufte das Label unveröffentlichte Konzertaufnahmen und Interviews von Radio- und Fernsehsendern. Als Nächstes plane Beast eine inoffizielle Produktion über die Spice Girls.

Ein Dauerproblem für den Nachlass

In den Monaten darauf tauchten vermehrt Bootlegs auf. MTV berichtete noch 1998 mehrfach über inoffizielle Tupac-Platten im Handel. Für Tupacs Familie entwickelte sich dieser Markt zum Dauerproblem. Bei Fanartikeln hatte Afeni Shakur zwar schon im Januar 1997 gerichtlich durchgesetzt, dass Death Row und andere Firmen keine Waren mit Tupacs Namen oder Bild mehr verkaufen durften. Bei Mitschnitten von Konzerten und Interviews waren die Rechte jedoch oft weniger klar.

Das fehlende Jahr im Datum

Die Meldung trägt im Original lediglich das Datum „August 26“. Die Erwähnung der Spice Girls, die in den USA 1997 groß wurden, und die posthumen Dokus über Tupac und Biggie sprechen jedoch klar für das Jahr 1997.