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03.03.1997344 Wörter · 2 Min.

Zwei Zeugen, zwei Versionen: Streit um Tupacs Begleiter

März 1997: Frank Alexander und E.D.I. Mean wollen die Schützen identifizieren. Die Polizei in Las Vegas hält ihnen ihre Aussagen aus der Tatnacht vor.

Original: „Tupac witnesses’ stories conflicting“ · Las Vegas Sun · Cathy Scott · 3. März 1997

Ende Februar 1997 sagten zwei Männer aus Tupacs Konvoi der Los Angeles Times, sie könnten die Schützen identifizieren, die Polizei habe sie jedoch nie gefragt. Es waren Frank Alexander, Tupacs Leibwächter und früher Reservist beim Sheriff von Orange County, und Malcolm Greenidge alias E.D.I. Mean von den Outlawz. Beide saßen im Wagen direkt hinter Tupac, Alexander fuhr. Cathy Scott holte für die Las Vegas Sun die Gegenseite ein.

„Absolutely not“ und „Nope“: Die Protokolle der Mordnacht

Sergeant Kevin Manning von der Metro Police erklärte, die Mordkommission habe beiden inzwischen Nachrichten hinterlassen; das könne ein Durchbruch sein. Zugleich hielt er ihnen ihre Aussagen aus der Tatnacht vor. Auf die Frage, ob er die Schützen erkennen könne, hatte Alexander damals gesagt: „Absolutely not.“ Greenidge: „Nope.“ Die Protokolle umfassten 13 und 11 Seiten. Manning wunderte sich auch über den doppelten Vorwurf, die Polizei habe sie schikaniert und zugleich nie kontaktiert: „So which is it?“

Lieutenant Wayne Petersen nannte das Problem vor Gericht: Jeder Verteidiger würde fragen, warum die Erinnerung nach sechs Monaten besser sei als in der Nacht selbst. Der dritte Insasse des Wagens konnte ohnehin nichts mehr beitragen: Yafeu Fula (Yaki Kadafi) war im November 1996 in New Jersey erschossen worden.

Acht Fotoreihen ohne Ergebnis

Das Treffen kam zustande und brachte nichts: Am 19. März 1997 sah Alexander acht Fotoreihen durch und erkannte niemanden; Greenidge weigerte sich, die Bilder anzusehen. Die gegenseitigen Vorwürfe zwischen Tupacs Umfeld und der Polizei aus Las Vegas prägten den Fall für Jahrzehnte.

Ein Buch des Leibwächters und ein spätes Urteil

Frank Alexander schrieb später mit Got Your Back ein Buch über seine Zeit als Tupacs Leibwächter. E.D.I. Mean blieb bei den Outlawz. Verurteilt wurde am 31. August 2026 (nicht rechtskräftig, Stand Oktober 2026) Duane „Keffe D“ Davis, der nach eigener Aussage selbst in dem Cadillac saß, aus dem geschossen wurde.

Korrekturen zum Archivtext: Der Zeuge heißt Greenidge, nicht „Greenidge“; der Outlaw hieß Yafeu Fula, nicht „Tufau Fula“; Tupac wurde viermal getroffen, nicht dreimal.