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1997-10293 Wörter · 1 Min.

Grateful-Dead-Drummer Mickey Hart vertont Tupacs letzten Film

Für den Soundtrack zu „Gang Related“ lieferte Mickey Hart von den Grateful Dead wuchtige Rhythmen, und nannte Tupac einen „Propheten“.

Original: „Dead drummer still very active“ · Associated Press, abgedruckt in der Las Vegas Sun · ohne Autorenangabe · Oktober 1997

Für seinen Krimi brauchte Regisseur Jim Kouf einen treibenden, wuchtigen Klangteppich. Er dachte sofort an Mickey Hart, den Schlagzeuger der Grateful Dead, dessen reines Trommelalbum Planet Drum Anfang der 1990er erschienen war. Hart sollte die Filmmusik zu Gang Related schreiben, Tupacs letztem Film.

Ein Prophet und sein Groove

Eine kurze Kulturmeldung der Nachrichtenagentur AP aus San Rafael, Kalifornien, berichtete über das Projekt. Hart erzählte dort, er habe den Film erst eine Weile auf sich wirken lassen. „Everything had a groove in this movie“sagte er, alles in diesem Film habe einen Groove gehabt. Dann habe er losgelegt.

Das Projekt zeigt, wie breit Tupacs letzte Arbeiten aufgestellt waren: ein Krimi mit Jim Belushi, in dem Tupac den korrupten Polizisten Jake Rodriguez spielt, vertont von einem Musiker aus der Rock-Gegenkultur der 1960er. Die Dreharbeiten waren 1996 abgeschlossen, Tupac selbst hat Hart nie getroffen.

Trotzdem sagte der Schlagzeuger über ihn einen bemerkenswerten Satz: Tupac sei „not only a product, but also a prophet, of his generation and his environment“ gewesen, Produkt und Prophet seiner Generation und seiner Umgebung. Er habe gerade erst angefangen, sich zu entfalten.

Korrektur zum Kinostart

Als Datum des AP-Artikels wird häufig der 4. August 1997 genannt. Die Agenturmeldung spricht jedoch davon, dass der Film „am Mittwoch“ starte. Da Gang Related am Mittwoch, dem 8. Oktober 1997, anlief, stammt der Text sehr wahrscheinlich aus den Tagen davor, also von Anfang Oktober 1997.

Der Film lief am 8. Oktober 1997 in 1.260 nordamerikanischen Kinos an, landete am Startwochenende auf Platz 10 und spielte insgesamt rund 5,9 Millionen Dollar ein. Bekannter als die Filmmusik wurde der gleichnamige Rap-Soundtrack von Death Row mit mehreren Tupac-Songs.