Hintergrund · Poetic Justice (Music from the Motion Picture)
Als Poetic Justice im Juli 1993 in die Kinos kam, trafen zwei Welten aufeinander. Regisseur John Singleton verband eine Liebesgeschichte mit Gedichten von Maya Angelou, und besetzte Tupac als Postboten Lucky an der Seite von Janet Jackson. Der Soundtrack zum Film erschien wenige Wochen zuvor und fängt diese Stimmung ein. Tupac selbst ist mit einem Song vertreten, der vier Jahre später auch auf einem seiner Alben landete.
Zwischen „Strictly“ und „Thug Life“
Definition of a Thug Nigga ist ein düsteres Stück über Loyalität und das Leben auf der Straße. Tupac produzierte es gemeinsam mit Warren G in der Zeit zwischen Strictly 4 My N.I.G.G.A.Z. und Thug Life. 1997 erschien der Song erneut auf dem posthumen Album R U Still Down? (Remember Me) und 2007 auf Best of 2Pac, Part 2: Life. Mehr zu Rolle und Dreharbeiten steht auf der Seite Poetic Justice.
Von Ushers Debüt bis zu Stevie Wonder
Der Soundtrack mischt Hip-Hop und R&B. Nach dem Opener Get It Up von TLC folgen Indo Smoke von Mista Grimm mit Warren G und Nate Dogg sowie Call Me a Mack, der erste offiziell veröffentlichte Song des damals vierzehnjährigen Usher.
Das Album versammelt weitere große Namen: Pete Rock & C.L. Smooth, Naughty by Nature, Tony! Toni! Toné!, Babyface und ein frühes Stück von Tha Dogg Pound. Ein Lied von Stevie Wonder aus dem Jahr 1971 und ein Instrumental von Stanley Clarke, der auch die Filmmusik schrieb, schließen die Platte ab.
Drei Lieder kamen in die Charts: Indo Smoke, Get It Up und Call Me a Mack. Das Album erreichte Platz 23 der Billboard 200 und erhielt im August 1993 Gold.
Veröffentlichungsdatum und Label
Gelegentlich werden der 28. Januar 1997 als Veröffentlichungsdatum und „Sony“ als Label genannt. Beides ist offensichtlich vom Soundtrack zu Gridlock'd übernommen. Richtig ist der 29. Juni 1993 bei Epic Soundtrax, einem Label von Sony Music. Damit bleibt das Album ein echtes Zeitdokument für das Jahr 1993, und für Tupacs Doppelkarriere.
