Meldung vom 26. April 2006
Dead Prez und die Outlawz: Can't Sell Dope Forever
Zwei Crews, eine Haltung: Wie Dead Prez und Tupacs Outlawz im Sommer 2006 ihr gemeinsames Projekt „Can't Sell Dope Forever“ auf den Weg brachten.
Ein provokanter Titel und zwei Crews mit Haltung: Am 26. April 2006 meldete die Seite, dass Dead Prez und die Outlawz im Sommer ein gemeinsames Album veröffentlichen würden. Can’t Sell Dope Forever sollte das Werk heißen. Erscheinen sollte es beim neu gegründeten Label Affluent Records, dessen Gründer Oscar Sanchez beide Gruppen als einige der explosivsten Acts auf dem Markt lobte. Als Gäste waren Layzie Bone von Bone Thugs-N-Harmony, der Bay-Area-Rapper Messy Marv und Nora angekündigt, die Mutter von stic.man aus dem Duo Dead Prez.
Ein ähnliches Erbe verband beide Gruppen
Die Verbindung lag nahe. Die Outlawz waren Tupacs eigene Gruppe, gegründet nach seiner Haftentlassung Ende 1995. Ihre Mitglieder sind auf All Eyez on Me und The Don Killuminati: The 7 Day Theory zu hören. Dead Prez, stic.man und M-1, standen seit den späten 1990er-Jahren für politischen, kämpferischen Rap. Beide Gruppen beriefen sich auf ein ähnliches Erbe: soziale Themen, Misstrauen gegenüber Staat und Musikindustrie, Selbstorganisation.
Für Dead Prez war es nicht der erste Bezug zu Tupacs Werk. Auf The Rose, Vol. 2 (2005), einem Album mit Vertonungen seiner Gedichte, sind sie mit „If I Fail“ vertreten.
Das Mixtape erschien im Juli und erreichte Platz 99
Can’t Sell Dope Forever erschien am 25. Juli 2006 bei Affluent Records, also tatsächlich im Sommer. Formal galt die Veröffentlichung als Kollaborations-Mixtape. Produziert wurde es von stic.man und M-1 von Dead Prez, von E.D.I. Mean von den Outlawz sowie von Chuck P, Eddie Coldfingers, New Muzik und Tai Rotan. Neben den angekündigten Gästen Layzie Bone, Messy Marv und „Ms. Nora“ sind unter anderem Chae, Erica Fox, Malachi und Scott Lo zu hören.
In die Billboard 200 schaffte es die Platte nicht, in den Top R&B/Hip-Hop Albums erreichte sie Platz 99. Für Fans der Outlawz blieb sie dennoch eines der bemerkenswerteren Projekte der Gruppe nach Tupacs Tod.